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Welche Biodiversitätsförderflächen fördern Biodiversität?

Eine neue Studie zeigt: Ab einer bestimmten Dichte und Qualität tragen Biodiversitätsförderflächen zur Erhaltung der Biodiversität auf Landschaftsebene bei. Im Mitteland sind die Defizite aber riesig.

In der vorliegenden Studie haben Forschende untersucht, welche Eigenschaften der Förderflächen die Biodiversität von Vögeln und Tagfaltern auf Landschaftsebene beeinflussen.
In Bezug auf die Tagfalter zeigte sich, dass der Anteil Förderflächen im Kulturland der wichtigste der untersuchten Faktoren ist. Artenvielfalt und Dichte der Tagfalter nahmen um 22% bzw. 60% zu, wenn der Biodiversitätsförderflächen-Anteil im Kulturland von 5% auf 15% stieg. Dieser Zusammenhang zeigte sich auch bei den Brutvögeln. Die Studie verdeutlicht, dass Förderflächen nicht nur lokal, sondern auch auf Landschaftsebene positive Auswirkungen auf die Populationen von Brutvögeln und Tagfaltern haben. Zudem wirken sich Biodiversitätsförderflächen mit hoher Qualität positiv auf die Populationen von charakteristischen und prioritären Brutvogelarten des Kulturlandes und der Roten Liste aus.
Allerdings hatten nur zwei von 46 untersuchten Landschaften einen hohen Anteil an Biodiversitätsförderflächen mit hoher Qualität, was den verheerenden Mangel an naturnahen Flächen im Schweizer Mittelland verdeutlicht.
Um die «Umweltziele Landwirtschaft» des Bundes im Bereich Biodiversität zu erreichen, sollte daher gemäss den Forschungsergebnissen der Anteil Biodiversitätsförderflächen deutlich erhöht und die Qualität bestehender Flächen dringend aufgewertet werden.

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