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Blühstreifen regulieren Schädlinge im Gemüsebau und werten Kulturland ökologisch auf

Die Regulation von Schädlingen kann im Bio-Gemüsebau mit Hilfe von Biodiversitätsflächen verbessert werden. Dies zeigen mehrjährige Untersuchungen am Modellsystem Kohl, am Schädling Kohleule und an dessen Ei- und Larvenparasitoiden (Nützlinge). Gefördert wurden die Nützlinge durch Blühstreifen am Feldrand und Beipflanzen innerhalb des Feldes. Geeignete Pflanzen für die Blühstreifen wurden ausgewählt und in Feldversuchen überprüft. In den Feldversuchen erhöhten Blühstreifen die Parasitierung von Kohleuleneiern in einem von zwei Jahren um das Zweifache. Die Kornblume als Beipflanze im Kohlfeld konnte den Frass von Kohleuleneiern um 8 bis 95 Prozent und die Parasitierung der Larven um 35 bis 68 Prozent steigern. Die Artenvielfalt breit wirksamer Nützlingsgruppen (Lauf- und Kurzflügelkäfer sowie Spinnen) erhöhte sich in den Blühstreifen um durchschnittlich 46 Prozent. Kohlköpfe mit Beipflanzen waren in einem von zwei Jahren 18 Prozent schwerer als ohne Kornblumen und wiesen 41 Prozent weniger Blätter mit Frassspuren auf.

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agrarforschungschweiz.ch: Artikel zum Download