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Biodiversitätsförderflächen: Vögel und Tagfalter profitieren von der Fläche und Qualität

Die Intensivierung der Landwirtschaft führte zu einem alarmierenden Rückgang der Biodiversität im Kulturland. Mit dem Ziel, diesen Trend zu stoppen und umzukehren, wurden in den 90er Jahren die Biodiversitätsförderflächen (BFF, ehemals «ökologische Ausgleichsflächen») eingeführt. In dieser Studie wurden in 46 Landschaftsquadraten von 1 km2 der Einfluss der BFF auf die Tagfalter- und Brutvogelvielfalt untersucht. Stieg der Anteil BFF an der landwirtschaftlichen Nutzfläche von 5 % auf 15 % nahm die Artenvielfalt der Tagfalter um 22 % und jene der Brutvögel um 10 % zu. Bei den Brutvögeln profitierten Kulturland- und UZL-Arten vor allem von BFF mit hoher ökologischer Qualität, welche jedoch in den meisten Landschaften rar waren. Für beide Artengruppen war der Anteil und die Qualität der BFF wichtiger, als die räumliche Konfiguration, einschliesslich der Distanzen zwischen den Förderflächen. Diese Studie auf Landschaftsebene verdeutlicht die wichtige Rolle der BFF und zeigt deren positiven Effekt auf die biologische Vielfalt in der intensiv genutzten Schweizer Agrarlandschaft.

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