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Betriebsportraits: Biodiversität in der Praxis

Betrieb Siegentaler in Schangnau

Biobetrieb im Berggebiet, dessen Betreiber dem Erhalt der Biodiversität Sorge tragen.

Betrieb Berweger in Effretikon

Jürg und Astrid Berweger aus Effretikon (ZH) halten 14 Mutterkühe und bauen auf 15 Hektaren Ackerland Weizen, Zuckerrüben, Mais, Sonnenblumen, Gemüse und Spargeln an. Vernetzte Blumenwiesen, Ackersäume, Hecken, Brachen, Obst- und Einzelbäume sowie gestufte Waldränder bieten auf dem Betrieb Vögeln und anderen Tieren Unterschlupf und Nahrung.

Betrieb Franziscus in Ardez

Claudio und Ladina Franziscus aus Ardez (GR) bewirtschaften einen 26 Hektar-Bergbetrieb mit Mutterkühen im Unterengadin. Die Bergwiesen sind dank angepasster Düngung reich an Blumen. Streuflächen, Hecken, Einzelbäume und Trockenmauern machen die Landwirtschaftsfläche zusätzlich für Vögel wertvoll.

Betrieb Hofer in Ballmoos

Die Gebrüder Paul und Andreas Hofer aus Ballmoos (BE) halten 34 Milchkühe und betreiben Kälbermast. 25 Hektaren dienen der Produktion von Kartoffeln, Zuckerrüben, Raps und Saatgetreide. Vernetzungsflächen mit Hochstammbäumen, einheimischen Feldgehölzen, Ackersäumen und gestuften Waldrändern ergänzen den Betrieb und sind ideal für Vögel und andere Wildtiere.

Betrieb Schürch in Reinach

Christian und Susanna Schürch aus Rheinach (BL) bewirtschaften einen 70 Hektaren grossen Betrieb. 60 Milchkühe und 600 Hühnern. Auf den kiesigen Böden wachsen Getreide, Raps und Eiweisserbsen. 10 Hektaren Brachen, Magerwiesen, Hecken und Waldsäumen stehen Vögeln, Hasen oder Schmetterlingen als Lebensraum zur Verfügung.

Wiesen und Weiden

Anlegen einer Blumenwiese

Artenreiche Blumenwiesen sind für viele Pflanzen und Tiere wertvolle Lebensräume. Im Film zeigt Alois Blum, Berater Biodiversität am BBZ Schüpfheim LU, die wichtigsten Punkte, die es für die erfolgreiche Anlage einer Blumenwiese zu beachten gilt: Standortwahl, Saatbeetvorbereitung, Saat, Säuberungsschnitte und Qualitätsbeurteilung.

Anlegen einer Naturwiese mit der Heublumen-Methode

Seit über zehn Jahren legen Produzenten im Waadtland artenreiche Naturwiesen mit der Heublumen-Methode an. Diese einfache, kostengünstige und sichere Methode nutzt und bewahrt das lokale Naturerbe. Eine artenreiche Spenderwiese wird im richtigen Moment gemäht, zu Ballen gepresst und unverzüglich auf die vorgesehene und vorbereitete Empfängerfläche gebracht und dort verteilt. Das Heu dient den Samen als Schutzschicht, dadurch keimen und wachsen sie auch unter trockenen Bedingungen. Im Video zeigt die Produzentin Pascale Cornuz wie’s geht und worauf geachtet werden muss.

Balkenmäher im Vergleich

Das Mähen der Wiesen mit Balkennmähern schont die Insekten. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Mähwerke wenig Leistung brauchen, einige brauchen weniger als 2,5 kW pro Meter Schnittbreite. Anlässlich einer Vorführung von acht frontal oder seitlich angebauten Mähwerken im Juni 2015 in Sorens/FR erläutern Berater und Hersteller die Stärken der verschiedenen Modelle.

Der eBeetle im Einsatz

Der eBeetle im Einsatz – eine Dokumentation des Bayrischen Rundfunks.

Hecken und Waldränder

Pflanzen einer Hecke

Eine Hecke zu pflanzen ist nicht kompliziert. Aber es lohnt sich, einige Grundsätze zu beachten. Roman Graf von der Vogelwarte Sempach gibt im Video Tipps zum Pflanzmaterial, zum Setzen, nennt die Anforderungen an eine Qualitätshecke und rechnet vor, dass sich Hecken nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Produzenten lohnen.

Effiziente Heckenpflege mit Maschinen und Motorsäge

Hecken sollten mindestens alle sechs Jahre zurückgeschnitten werden. So bleiben sie dicht und behalten ihren hohen ökologischen Wert. Mit Maschinen geht diese Arbeit schneller und sicherer als mit der Motorsäge – und ohne Nachteile für die Natur. Thomas Baumann vom Naturama Aarau erklärt die Wirkungsweise und die Vor- und Nachteile des Schlegelmulchers, des Fällgreifers und des Kreisblattsystems. Danach gibt Baumann noch Tipps zur Heckenpflege mit der Motorsäge.

Selektive Pflege von Haselhecken

Haselsträucher wachsen rasch und ertragen im Vergleich zu anderen Heckenpflanzen regelmässigen Schnitt am besten. Im Video zeigen die beiden Förster Martin Hafner und Paul Bühlmann, wie sie bei der selektiven Heckenpflege die langsam wachsenden Sträucher schonen und den Hasel zurückschneiden. So lassen sich auch Haselhecken in wertvolle, artenreiche Hecken überführen.

Planung und Aufwertung

Gesamtbetriebliche Beratung: ein Beispiel aus der Praxis

Roland und Mariette Heuberger aus dem thurgauischen Hosenruck hatten entschieden, im Biodiversitätsprojekt von Bio Suisse mitzumachen, um ihren Biobetrieb weiter zu entwickeln. Im Rahmen einer gesamtbetrieblichen Beratung hat ihnen die Beraterin Véronique Chevillat vom FiBL gezeigt, wie sie die Naturvielfalt auf ihrem Grünlandbetrieb steigern können. Im Video erläutern die Beraterin und die Produzenten das Vorgehen und die umgesetzten Massnahmen.

Qualität der Biodiversitätsförderflächen verbessern

Die Qualität der Biodiversitätsförderflächen lässt sich mit zum Teil einfachen Massnahmen steigern. Dies fördert die Artenvielfalt auf dem Hof und bringt mehr Direktzahlungen. Thomas Baumann vom Naturama Aargau zeigt anlässlich eines Kurses, wie Wiesen, Weiden, Hecken und Hochstammobstgärten aufgewertet werden können.

Ackerbau

Buntbrache - Anlage und Pflege

Brachen sind ein Eldorado für die Biodiversität im Ackerland: Sie fördern Nützlinge, Wildtiere und -pflanzen und bereichern das Landschaftsbild. Im Video geben Markus Jenny von der Vogelwarte Sempach und die Landwirtin Gabi Uehlinger Tipps für die richtige Standortwahl, Anlage und Pflege dieser wertvollen Biodiversitätsförderflächen.